Im heutigen Leipzig erinnert ein großes Mahnmal an die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813. Aber auch drei große Adler und viele Apelsteine erinnern an dieses Ereignis, wo rund 520.000 Menschen gefallen und verletzt sind. Die Denkmalspur geht aber auch über die Grenzen der Stadt hinaus auf das südliche Schlachtfeld von Markkleeberg.

Völkerschlachtdenkmal - Nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz wurde ein 91 Meter hohes Mahnmal mit Plastiken der Bildhauer Christan Behrens und Franz Metzner eingeweiht. Im Jahre 1895 schrieb der Deutsche Patrioten-Bund einen Ideenwettbewerb aus, welchen zuerst der Berliner Architekt Karl Dorflein gewann. Im Herbst 1896 folgte eine Wettbewerb, an dem sich 72 deutsche Künstler beteiligten. Hier gewand der Entwurf mit dem Namen "Walküre" des Architekten Wilhelm Kreis. Es gab weitere Plätze, nur keiner überzeugte ganz den Vorstellungen des damaligen Vorsitzenden Clemens Thieme vom Patrioten-Bund. Im Jahr darauf wurde der Berliner Architekt Bruno Schmitz beauftragt, das Völkerschlachtdenkmal zu entwerfen. Der Grundstein wurde am 18. Oktober 1898 in Probstheida gelegt. Dieser Stadtteil war ein Ort, wo die größte Schlacht stattfand. Die Stadt Leipzig beteiligte sich erst mit 20.000 Mark, später wurde es durch eine Lotterie und Spenden gebaut. Die Einweihung fand am 18. Oktober 1913, 100 Jahre nach der Völkerschlacht, statt.

       

         

Das Völkerschlachtdenkmal muss mit 500 Stufen bewältigt werden, um die Aussicht auf Leipzig und das damalige Schlachtfeld im Jahre 1813, zusehen. In der Kuppeldecke des Ruhmeshalle sind 324 lebensgroße Reiter abgebildet. Die Statuen der Totenwächter sind 9,50 Meter hoch und stellen die Personen der Tugenden dieser Schlacht mit Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferbereitschaft dar.

       

       

Torhaus Dölitz - Das Torhaus des Schloss Dölitz wurde in den Jahren 1670 bis 1672 gebaut. Seinen Baustil erhielt er von der sächsischen Spätrenaissance zum sächsischen Frühbarock. Das Torhaus befand sich auf einer Insel und war von den Gewässern der Pleiße umgeben und ist heute noch über eine Holzbrücke erreichbar. Während der Völkerschlacht im Jahre 1813 wurde das Torhaus umkämpft, die Österreicher versuchten mehrmals es zustürmen, aber die Franzosen konnten sie zurückhalten. 1959 begann die DDR-Denkmalpflege mit der Sanierung des Gebäudes. Dadurch verschwanden auch die Löcher der Kugeln.

       

       

Torhaus Markkleeberg - Neben dem Schloss Markkleeberg gibt es auch ein Torhaus, dieses zusammen mit ihm vom Wasser, der Kleinen Pleiße, umgeben war und als einziger Eingang ins Schloss führte. Im Jahre 1664 wurde das Torhaus umgebaut und erhielt zwei Sitznischenportale. 1947 dachte man an einen Abriss des Torhauses, 1996 wurde das historische Gebäude saniert.

       

       

Russische Kirche - Zum Andenken an die gefallenen russischen Soldaten wurde am 17. Oktober 1913 die Russische Kirche eingeweiht. Gebaut wurde sie in den Jahren 1912 bis 1913 und entstand nach Plänen vom Architekten Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski im nowgoroder Stil eine 16-seitige-Zeltdach Kirche. Sie hat einen 55 Meter hohen Kirchturm mit einer vergoldeten Zwiebelkuppel nach altrussischem Vorbild und besteht aus einer Winter- und Oberkirche, in der sich 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow befinden. Das nach 100 Jahren nach der Völkerschlacht bei Leipzig und einem Tag vor der Weihe des Völkerschlachtdenkmals gebautes Bauwerk kostete Eine Millionen Goldmark bzw. 250.000 Rubel. Größtenteils entstand es aus Spenden. Neben den Russen werden dort auch die Preußen, Schweden und Österreicher gedenkt.

       

Lazaretthaus Seifertshain - Keine Beschreibung.

Körnerhaus Großzschocher - In den Jahren 1734 bis 1735 wurde das Schloss Großzschocher gebaut. Dazu entstand ein Guts-Gärtnerhaus. Aus dem Grund, weil für den neuen barocken Park einige Gärtner nötig waren. Heute ist im Körnerhaus noch die Küche mit Kreuzgewölbe und der Rauchabzug im Mittelteil des Erdgeschosses erhalten. Während der Völkerschlacht im Jahre 1813 entkam Theodor Körner am 17. Juni den Franzosen und Rheinbündler bei Kitzen mit schweren Verletzungen. Am Tag darauf wurde er von Bauern im Auenwald gefunden und ins Gutsgärtnerhaus gebracht. Auf Körner war ein hohes Kopfgeld vergeben. Die damalige Gärtnerfamilie Häußer versorgten ihn, gaben ihn Bauernkleidung zur Tarnung. Auf der Elster brachte man ihn nach Leipzig zu Dr. Wendler, ein Freund der Körner. 1865 erhielt das Gebäude eine Gedenktafel und heißt seitdem auch Körnerhaus. Zum Körnerhausfest 2010 und 2011.

     

Heimatstube Althen - Keine Beschreibung.

Memorialmuseum Liebertwolkwitz - Keine Beschreibung.